Fahrradparken im Rampenlicht: gemeinsam mit jungen Menschen beim Ra:dius Festival
Ein konkretes Beispiel dafür, wie wir junge Menschen auf ansprechende und interaktive Weise erreichen, ist unsere Präsenz bei Veranstaltungen wie dem Ra:dius Festival während des Königstages im Frontenpark. Hier sprechen wir mit den Festivalbesuchern über ihr Fahrradverhalten und geben praktische Tipps zum richtigen Abstellen von Fahrrädern. Mit spielerischen Aktionen und einem informellen Ansatz machen wir den Schülern ihren Einfluss auf die Zugänglichkeit der Stadt bewusst, ohne dabei pedantisch zu sein. Indem wir auf ihren Lebensstil und ihre Erfahrungen eingehen, erhöhen wir die Wirkung unserer Botschaft.
Vom Bewusstsein zur Verhaltensänderung
Das Fahrrad ist die beste Art, sich schnell und nachhaltig in der Stadt fortzubewegen. Wenn Fahrräder jedoch unachtsam abgestellt werden, können sie ein Hindernis für Menschen mit körperlichen oder visuellen Beeinträchtigungen, Eltern mit Kinderwagen und andere Fußgänger darstellen. In Maastricht arbeiten wir daher mit verschiedenen Partnern zusammen, um das Bewusstsein für die Bedeutung des richtigen Fahrradparkens zu schärfen.
Camiel Pesch - Organisation Ra:dius Festival: „Als Ra:dius Festival halten wir es für wichtig, nachhaltige Mobilität zu fördern. Deshalb haben wir seit dem ersten Jahr unseres Festivals eine Kooperation mit #posifiets. Mit dieser Kooperation motivieren wir unsere Besucher, mit dem Fahrrad zum Festival zu kommen und ihre Räder ordnungsgemäß abzustellen. Das Ergebnis ist, dass mittlerweile 83% unserer Besucher mit dem Fahrrad zum Festival kommen“.
Ein integrierter Ansatz mit lokalen Partnern
Um den Ansatz wirksam zu vermitteln, nutzen wir ein Netzwerk von Kooperationspartnern. Dazu gehören Swapfiets, die ihre Kunden aktiv über die richtigen Abstellplätze informieren, und Vermieter von (Studenten-)Wohnungen, die diese Botschaft bei der Schlüsselübergabe und in ihrer Kommunikation mit den Mietern aufgreifen. Auch die Geschäftsinhaber in der Stadt spielen eine Rolle, da illegal abgestellte Fahrräder oft vor ihren Geschäften und Gaststätten abgestellt werden.
Ein wichtiges Bindeglied in diesem Ansatz sind die Fakultäten der Universität Maastricht (UM). Durch den Austausch von Informationen über Newsletter, Einführungsveranstaltungen und digitale Kommunikationskanäle wird die Botschaft direkt an die Studierenden herangetragen. Darüber hinaus sorgen eine sichtbare und klare Beschilderung und Kampagnen rund um Fahrradabstellanlagen dafür, dass die Studierenden aktiv auf die richtigen Abstellplätze für ihre Fahrräder aufmerksam gemacht werden.
Vom Bewusstsein zur Verhaltensänderung
Informieren allein reicht nicht aus. Durch Wiederholung, das Anbieten praktischer Alternativen (z. B. zusätzliche Fahrradparkplätze) und die Förderung der sozialen Normbildung - z. B. indem die Schüler sich gegenseitig ansprechen - wird korrektes Parkverhalten zur Norm. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und die Durchsetzung sehr wichtig, damit falsch abgestellte Fahrräder rechtzeitig entfernt werden und die Konsequenzen klar sind.
Eine Stadt, die für alle zugänglich bleibt
Diese gemeinsame Anstrengung trägt zu einer angenehmen und zugänglichen Stadt für alle bei. Indem wir die Studenten über die richtigen Kanäle und mit den richtigen Partnern strukturell informieren, stellen wir sicher, dass die Fahrradabstellpolitik nicht nur eine Vorschrift ist, sondern ein natürlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Nutzung des öffentlichen Raums.
Möchten Sie mehr über diesen Ansatz erfahren oder sich gemeinsam für eine zugänglichere Stadt einsetzen? Kontaktieren Sie unser Team und schließen Sie sich dieser Bewegung an!